Volles Haus beim Business Breakfast des Welcome Centers der IHK Ulm mit der AHK Tunesien. Rund 15 Unternehmer und Führungskräfte aus der Speditions und Transportbranche kamen zusammen, um eine zentrale Frage zu diskutieren: Wie können dringend benötigte Fachkräfte, insbesondere Berufskraftfahrerinnen und Berufskraftfahrer, gewonnen und langfristig gebunden werden?
Denn wenn Fahrer fehlen, gerät schnell mehr ins Stocken als nur der Transport. Lieferketten werden langsamer, Kosten steigen und auch die Produktion kann betroffen sein. Der Fachkräftemangel ist damit längst eine Herausforderung für die gesamte Wirtschaft.
Ein möglicher Weg ist die gezielte Fachkräfteeinwanderung. Michaelle Nintcheu von „Make it in Germany“ zeigte auf, welche Möglichkeiten Unternehmen dabei haben und welche Einwanderungswege rechtlich offenstehen.
Besonders spannend ist dabei der Blick nach Tunesien. Firas Gam von der AHK Tunesien stellte vor, wie Fachkräfte bereits vor Ort gezielt ausgewählt, sprachlich geschult und auf das Leben und Arbeiten in Deutschland vorbereitet werden. Mit dem Format CORP bringt die AHK zudem deutsche Unternehmen direkt in Tunesien mit potenziellen Fachkräften zusammen.
Ein Ansatz, der beiden Seiten Chancen eröffnet und dabei helfen kann, neue Beschäftigungsverhältnisse langfristig erfolgreich zu gestalten.
Zum Abschluss standen Experten der Bundesagentur für Arbeit und des Kooperationszentrums Verkehr und Logistik für Fragen und den persönlichen Austausch zur Verfügung.
Die Resonanz der Teilnehmenden fiel entsprechend positiv aus. „Es war sehr interessant und ich konnte viele wertvolle Impulse mitnehmen“, sagte Miroslav Prebeg von der Spedition Stöhr Logistik nach der Veranstaltung.
Wer das Thema weiter vertiefen möchte, hat am 17. September Gelegenheit dazu. Dann findet das Webinar „Berufskraftfahrer rechtssicher einstellen, finden und halten“ statt. Im Fokus stehen praktische Fragen rund um die Gewinnung, Einstellung und langfristige Bindung von Berufskraftfahrern.

